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PINK FLOYD in der Hochofenstraße - 

ein Musikereignis der besonderen Art

Im Juni 2005 wurde die Marie-Reinders-Realschule zum Mittelpunkt eines nicht alltäglichen Musikereignisses. Im Forum der Schule konnten wir alle

"THE WALL"

von Roger Waters lauschen.

Beteiligt an dem ambitionierten Vorhaben waren federführend die Mitglieder der Schulband unter Leitung von Dr. Oliver Ilgner, der Schulchor und eine ad hoc - Schauspielgruppe unter Leitung von Sabine Strasburger, der Informatikkurs der Jahrgangsstufe 10 unter Leitung von Jutta Sander, Schülerinnen und Schüler der Klasse 10a sowie einige 'Ehemalige' der Marie-Reinders-Realschule, um das von Pink Floyd im Jahr 1980 zum ersten Mal aufgeführte Werk für unsere Schule und die interessierte Öffentlichkeit zum Klingen zu bringen.

"The Wall" ist die Geschichte um den imaginären Rockstar Pink, wenngleich Roger Waters hier seine eigene Biographie und die des Pink Floyd-Gründers Syd Barrett verarbeitet hat.

Dieser sitzt weit entfernt vom heimatlichen Cambridge in einem Hotelzimmer in Los Angeles und hat mit der Welt um sich herum 'abgeschlossen': zu viele Konzerte, zu viele Drogen, zu viele traumatische Erlebnisse seit seiner Kindheit haben ihn eine Wand um sich herum errichten lassen, hinter der er 'normale' menschliche Gefühle nicht mehr zu spüren vermag. Der Verlust des Vaters im Zweiten Weltkrieg, eine überbehütende Mutter, eine treulose Ehefrau und die gnadenlosen Mechanismen einer nur kapitalismusorientierten Musikindustrie entfremden ihn immer mehr der Realität, bis er seine Rolle als Rockstar mit der eines faschistischen Demagogen identifiziert und entsprechend auszuleben versucht.

Eine in seinem Innern spielende 'Gerichtsverhandlung', in der alle in seiner Biographie entscheidenden Faktoren noch einmal in personifizierter Form gegen ihn auftreten, können seinem Leben vielleicht doch noch eine positive Wende geben...

Wir alle waren gespannt auf dieses für eine Schule sicher sehr anspruchsvolle große Musikprojekt und hofften in den Tagen vorher, dass wir nicht nur das Interesse der Eltern, Lehrer und Schüler, sondern auch das der Freunde und Förderer der Schule wecken würden, an einem der beiden Abende dabei zu sein.

Der Erfolg war überwältigend - beide Aufführungen am 10. und 11. Juni restlos ausverkauft und unser Kartenkontingent viel zu knapp, so dass viele draußen bleiben mussten. Das war schade, aber eine weitere Möglichkeit zur Aufführung gab es nicht.

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