| Bericht der WAZ vom 11.03.04 |
|
|
|
Reinders-Realschule an der Hochofenstraße feiert Übergabe des Fachtraktes |
|
Neues Haus für die "Marie" |
|
Von Matthias Korfmann Hörde. Mit „The Wall“ von Pink Floyd feierte gestern die Marie- Reinders-Realschule ihre neuen Mauern an der Hochofenstraße. OB Gerhard Langemeyer übergab offiziell den 6,1 Millionen Euro teuren Fachklassentrakt. Die Schüler sagten auf Plakaten herzlich „Danke“. Der alte Doppelvierer - ein Ruderboot, das einen Ehrenplatz auf dem Parkett des neuen Schul-Forums gefunden hat - steht auch für die Entwicklung in den letzten Jahren. Denn die „Marie" musste durch schweres Fahrwasser. Wegen der Raumnot wurden bis zu 40 Prozent der Kinder, die in der traditionsreichen Hörder Schule lernen wollten, abgewiesen. Doch mit dem modernen Gebäude schwimmt sich die Realschule frei. Zumal im Sommer die Sanierung des alten Schulgebäudes vollendet werden soll und dann der Auszug aus den 18 Containern an der Frenzelschule beginnen kann. „Ein Wendepunkt in der Geschichte der Schule. Wir haben nun eine Bleibe, von der wir nur träumen konnten“, schwärmt Schulleiterin Doris Fock. Das neue Gebäude stehe auch für den Aufbruch der alten Stahlstadt Hörde in ein neues Zeitalter. „Hier wird sichtbar, warum ,Marie-Reinders' zu den beliebtesten Realschulen Dortmunds gehört“, lobte OB Langemeyer das Engagement vor Ort und erinnerte daran, dass es gestern ja „nur“ um eine Teileröffnung ging. Das moderne Gesicht der bald dreizügigen Schule kostet - mit der Sanierung des Altbaus - insgesamt 8,13 Millionen Euro. Der Fachtrakt (Keller-, Erd- und zwei Obergeschosse) bietet elf Räume unter anderem für die Fächer Kunst, Musik, Biologie, Chemie, Physik und Informatik. Auch die Bibliothek und ein Forum für größere Veranstaltungen sind hier untergebracht. Nutzfläche des Gebäudes: 2873 Quadratmeter. |
Bereits 2001 hatte der Rat beschlossen, die Realschule auf drei Schulzüge zu erweitern. Der Bau des Fachtraktes begann im Juli 2002, seit November 2003 kann dort Unterricht stattfinden. 465 Schüler besuchen heute die 1901 von Marie Reinders gegründete Schule, die älteste frühere Mädchen-Mittelschule Westfalens. Den Idealen der Gründerin - die Förderung begabter, mittelloser Mädchen - fühlen sich die Pädagogen an der Hochofenstraße weiter verpflichtet. Zu den pädagogischen Schwerpunkten zählen heute die naturwissenschaftliche Mädchenförderung in der Erprobungsstufe, die IT-Ausbildung zusammen mit der Fachhochschule sowie Sozialpraktika. |