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Die Ruhr-Nachrichten veröffentlichten in ihrer Rubrik "Blickpunkt Schule" am 03.02.2010 folgenden Artikel: |
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Nach dem „Starke Typen"-Auftritt in der Hauptschule Horde mit Schulministerin Sommer, |
Schauspieler Möller und Ministerpräsident Rüttgers ist eine Diskussion um die Zukunft dieser Schulform entbrannt. |
Die Stadteltern kritisierten den Besuch in Hörde, die CDU stellt sich schützend davor. Gerät die Realschule in den Sog dieser Diskussion? |
Schülerinnen und Schüler der 6a im Informatikraum der Marie-Reinders-Realschule: Die Jungen und Mädchen absolvieren dort den Computer-Führerschein, um auch so sicher durchs Schulleben zu steuern. RN Fotos Bandermann |
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Sechs Jahre lang glücklich Interview mit den Realschullehrern Jörg Skubinn und Hans-Joachim Otto
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HÖRDE - Sinkende Schülerzahlen, steigende Anforderungen und Grundsatzdebatten über das richtige Schulsystem - wie sehen Praktiker das? Redakteur Peter Bandermann sprach mit dem Leiter der Mane-Reinders-Realschule in Hörde, Jörg Skubinn (Foto links), und dessen Kollegen Hans-Jochim Otto (Foto rechts) über die aktuelle Hauptschul- diskussion, die auch die Realschule betreffen kann.
Herr Skubinn, Sie sind Sprecher aller Dortmunder Realschulen. Droht auch dieser Schulform das Ende, wenn sie mit den Hauptschulen - wie in Berlin - zu einer Gemeinschaftsschule verschmilzt? Skubinn: Die Frage ist doch, ob wir in Zukunft weniger Schulen brauchen. Dazu sage ich ja. Aber brauchen wir deshalb auch weniger Schulformen? |
Worin liegt dann die Zukunft der Schulformen im bestehenden System? Skubinn: Die Schulen müssen auf ihre Stadtbezirke zugeschnittene Profile ausbilden und den Eltern und Kindern Qualität bieten. Wir müssen uns fragen, ob wir auf dem richtigen Weg sind Herr Otto, wie sehen Sie die Hauptschul-Debatte? Otto: Die Abwertung der Hauptschule ist schade, denn es gibt Kinder, die dort sehr gut lernen können. Für mich ist nicht entscheidend, wie die Schule heißt, sondern wie groß die Klassen sind. Alle weiterführenden Schulen befinden sich jetzt in der Anmeldephase. Während das Gymnasium als Schulform wie ein Fels in der Brandung dasteht, kommen Real- und Hauptschule in der Schulformdebatte immer wieder unter die Räder. Skubinn: Eltern sollten sich davon nicht beunruhigen lassen und sich bei der Entscheidung davon leiten lassen, dass ein Kind und seine Schule gut zueinander passen müssen. Ein Blick auf die speziellen Angebote einer Schule ist da sehr wichtig. Das Kind sollte ja sechs Jahre lang |
glücklich sein an der Schule und sich dort weiterentwickeln können. Solange Eltern ein Schulprofil nachfragen und die Kinder dazu passen, sehe ich kein Problem. Die Diskussion um die Hauptschule ist am Beispiel Hörde aber unüberhörbar. Skubinn: Ja, das ist so, aber in dieser Diskussion soll eine Verdrängung stattfinden. Mir gefällt das Absolute daran nicht. Wenn im Stadtbezirk Hörde nur noch so wenig Kinder für die Hauptschule angemeldet werden, dass diese Hauptschule nicht mehr existenzfähig ist - können Realschulen dann Hauptschulklassen aufnehmen und bis zur 10 führen? Skubinn: Grundsätzlich ja. Aber dafür brauchen wir eine langfristig planende Schulpolitik und nicht so etwas wie das verkürzte G8-Abitur. Die Politik redet immer sehr schnell, aber die schlüssigen Konzepte fehlen. Ich wünsche mir, dass unsere Schulen aus dem Wahlkampf heraus gehalten werden und die Energie stattdessen für eine langfristig ausgelegte Schulpolitik verwendet wird. |