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Hier der Artikel der vom 20.März 2009

Hand in Hand drehen Elke Hoffmann-Mustroph (rechts) und die Lehramtsanwärterin Natascha Besuch im Chemielabor an den Reglern, um ihre Schülerinnen und Schülert die Naturwissenschaft mit allen Sinnen erfahren zu lassen.                                                                                  RN-Fotos Bandermann

Mit Hand und Verstand

Arbeitgeberverband NRW zeichnet die Marie-Reinders-Realschule aus

HÖRDE • Zwei Chemielehrerinnen der Marie-Reinders-Realschule (MRR) haben eine Formel entdeckt, mit der sie im Labor einen 1000 Euro-Schein „herstellen" konnten. Die Versuchskaninchen: ihre Schüler.

Der Arbeitgeberverband Nordrhein-Westfalen hat tief ins Reagenzglas geblickt und die Schule an der Hochofenstraße in einem Wett- bewerb unter bereits zertifizierten Schulen an zweiter Stelle aufs Podest gehoben:
  1000 Euro erhält die MRR für das von der Fachschaft Chemie entwickelte Projekt „Chemie im Advent - mit allen Sinnen erleben". Mit dem Geld schafft die Schule u.a. einen eigenen Computer für die Chemie und Fachliteratur an.

Um den Dr.-Kirchhof-Preis für die in den Fächern Mathe, Informatik, Naturwissenschaften und Technik („Mint") bereits ausgezeichneten Realschulen abzugreifen, experimentierten die Chemie- Lehrerinnen Elke Hoffmann-Mustroph und Angelika Beckmannshagen (die inzwischen am Max-Planck- Gymnasium unterrichtet) sowie die Lehramtsanwärterin Natascha Besuch mit ihren Schülern.

Perspektiven vereinen

Sie führten das zu einer Formel zusammen, was nur zwei erfahreneLehrerinnen und eine junge Wilde von der Uni liefern 

können,wenn sie ihre Perspektiven vereinen. Die Faustformel, damit zwischen Schülern und der Naturwissenschaft die Chemie stimmt: „Den Bezug zum Alltag herstellen."

 

 Also entdeckten die jungen Forscher im Advent, wo die Orange ihre Aroma-Duftstoffe hortet: in der Haut, in der Schale oder im Fruchtfleisch. Auch die chemischen Vorgänge beim Plätzchenbacken weckten die Neugierde der Kinder - denn wann gilt der Grundsatz „mit allen Sinnen erfahren" mehr als im verführerisch duftenden Advent?

Elke Hoffmann-Mustroph hat den Frontalunterricht früherer Zeiten längst abgehakt. „Lernen an Stationen" ist angesagt, „man muss den Funken zünden", sagt sie, „und Spannung erzeugen." Das fordere auch sie selbst: „Wir fragen uns immer wieder: Was machen wir als nächstes?" Genau dieser Drang nach vorn war 1000 Euro wert. 

 

Fächer vernetzen

Und an genau dieser Stelle führt die Kollegin Angelika Höntsch die Fäden zusammen: Sie will die Fächer für die Berufswahl der MRR-Schüler noch viel stärker vernetzen und freut sich als Deutschlehrerin ganz besonders auf die Textproduktion ihrer Schützlinge: sprachlich präzise Versuchs- beschreibungen aus dem Chemiesaal.                       -ban

1.: Färben Sie drei Würfelzucker mit Eiermalfarben ein.

2.: Legen Sie den Zucker in einen Teller mit Wasser.

3.: Beobachten Sie den Verlauf der Farben. 

4.: In 10 Minuten ist ein farbenfrohes Bild entstanden.

  Das Familien-Oster-Experiment: Färben Sie mal Zucker

Das Zucker-Experiment, mit dem die Realschule die Neugierde an den Naturwissenschaften weckt, können Sie in der Osterzeit auch in der Familie durchführen. Die Zutaten: Drei Stücke Würfelzucker, drei fertige Ostereierfarben (am besten die in den kleinen Ampullen), , ein tiefer Teller mit 1 cm Wasserstand und eine Pinzette. Durchtränken Sie die Zuckerstücke mit je einer Farbe und ordnen Sie die Stücke mit der Pinzette in einem Dreieck in dem Teller mit Wasser an. Und dann: Alle 60 Sekunden senkrecht fotografieren (ohne Blitzlicht).

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