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Experimetalwettbewerb "Chemie entdecken" im Schuljahr 2009/2010 |
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Auch im laufenden Schuljahr hat der MINT-Bereich "Chemie" seine hervorragende Stellung behaupten können. Die Artikel auf dieser und der nächsten Seite (von den Ruhr-Nachrichten) beweisen es. |
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Schülerinnen und Schüler der Marie-Reinders-Realschule in Hörde gewinnen mit neuem Konzept viele Preise Chemie-Unterricht zum Anfassen |
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Susanne Meyer Hörde. Wie schmeckt Naturjoghurt, wenn er mit frischen Ananasstücken gemischt wird? - Was geschieht mit Mineralwasser, wenn man es erhitzt? - Fragen, auf die Kinder die besten Antworten erhalten, wenn sie es selbst erforschen. In den „MINT-Gruppen" der Marie-Reinders-Realschule in Hörde können die Schülerinnen und Schüler nach Herzenslust experimentieren - und holen sich damit sogar eine Menge Preise. „MINT" steht nicht für eine neue Kaugummisorte sondern für Mathe, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Es ist ein Projekt der Stiftung der Deutschen Wirtschaft mit dem Ziel, eine kontinuierliche und systematische Zusammenarbeit von Schulen, Unternehmen und Hochschulen im MINT-Bereich zu ermöglichen. Zwei Schulen in Dortmund nehmen an diesem Projekt teil. In Hörde, erklärt Rektor Jörg Skubinn, gibt es dazu 12 Projektbausteine zusätzlich zum normalen Unterricht schon für Kinder ab der 5. Klasse. Spielend lernen, fast ohne Bücher: Das ist beispielsweise das Ziel des etwas anderen Chemieunterrichts, der in den modernen Räumen der Marie-Reinders-Realschule in den Nachmittagsstunden seit eineinhalb Jahren auf dem Lehrplan steht. Ein Zusatz-Angebot, das von allen Schülern wahrgenommen werden muss und außerdem noch richtig Spaß macht. Beim Unterricht setzt „Chemiepäpstin" und Fachlehrerin Elke Mustroph auf die natürliche Neugier der Fünftklässler, die mit Bunsenbrenner, Reagenzgläsern und Schutzbrillen bestens ausgerüstet sind. So spannend sind die Experimente zum Thema Eis - Wasser – (Mineral)Salze, dass selbst die Damen von der Presse kaum wahrgenommen werden. „Eine Schulstunde ist den meisten Kindern zu wenig, sie würden am liebsten bis abends bleiben", lacht die Lehrerin. |
Wie Jennifer Rösgen (14), die in diesem Jahr allein vier vordere Preise bei Experimentalwettbewerben gewonnen hat. Christopher Mathias (16) bringt es sogar auf sieben Urkunden mit der Auszeichnung „ausgezeichneter Erfolg", was die höchste Auszeichnung beim Wettbewerb „Chemie entdecken" der Kölner Uni ist. Beide interessieren sich zudem auch für Mathematik. Jennifer schaffte den Sprung von einer „3" in der Grundschule auf eine „1" im ersten Jahr an der Realschule und hat ihr Berufsziel seitdem genau vor Augen: „Pharmazeutisch-Technische-Assistentin". Christopher will nach dem Realschulabschluss sein Abitur machen und danach Maschinenbau studieren.
Frische
Ananas macht
So begeistert ist er von diesem Chemie-Projekt, dass er in seiner Freizeit auch öfter mal den jüngeren Jahrgängen beim Experimentieren hilft. Nur die Fragebögen bei den Wettbewerben, die müssen die Teilnehmer schon selbst ausfüllen. Frische Ananas, hat Christopher beim Wettbewerb herausgefunden, macht Naturjoghurt bitter. „Daran sind die Enzyme schuld, die beim Kochen dieser Frucht jedoch zerstört werden", erklärt der Realschüler, der sein Wissen natürlich auch aus dem Lehrbuch hat. Denn ohne Theorie geht es nun mal nicht - auch wenn Chemie an der Marie-Reinders-Schule hauptsächlich ein Unterrichtsfach zum „Anfassen" ist. |
INFO
8826 Teilnehmer beim Wettbewerb An dem Experimental-Wettbewerb „Chemie entdecken" haben im vergangenen Jahr 8826 Schülerinnen und Schüler aus Nordrhein-Westfalen teilgenommen. 21 Prozent der teilnehmenden Mädchen und Jungen ab der Jahrgangsstufe 5 kamen aus Realschulen. Neben Christopher Mathias und Jennifer Rösgen, die bisher die meisten Preise mit nach Hause nehmen konnten, gibt es rioch mehr Gewinner an der Marie-Reinders-Realschule in Hörde. Urkunden erhielten die Schülerinnen und Schüler Yannik Vollmann (Klasse 8a), Cassandra Zuber (Klasse 7), Sabrina Wagner (Klasse 7) und Alina Probst (Klasse 7).
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Spaß am Experimentieren bescherte diesen Schülerinnen und Schülerr aus Hörde viele Preise. Foto: Anja Cord |