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von Miriam Tölle |
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Der Wunschring |
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Es war einmal vor langer Zeit ein sehr reicher König. Dieser bekam 3 Söhne, aber er wollte jedes Mal eine wunderschöne Prinzessin. Leider wurde es aber nie ein Mädchen. Das fand der König sehr schade. Er war nämlich schon recht alt. Seine 3 Söhne wurden immer älter. Sein ältester Sohn war gerade 21 Jahre geworden. Da sagte der König zu seinen Söhnen: ,,Ich möchte so bald wie möglich einen Nachfolger bestimmen. Das ist aber keine leichte Sache für mich, deswegen werde ich euch 3 Aufgaben stellen. Und zwar sollt ihr als erstes die schönsten Kirschen, die ihr finden könnt, zu mir bringen."
Die 3 Söhne ritten auf ihren Pferden los. Der kleinste der 3 Söhne wurde allerdings benachteiligt. Weil er kein Pferd besaß, musste er zu Fuß gehen. Die Brüder ritten auf ihren Pferden in Richtung der aufgehenden Sonne. Der kleinste, der Günter, ging durch den Schlossgarten und setzte sich auf eine Holzbank und schluchzte. Dieses Schluchzen hörte die gute Fee Rosenrot und kam aus einer wunderschönen Rose heraus. Sie hatte ein purpurrotes Kleid mit tiefblauen Punkten an. Und in ihren langen, blonden, herunter hängenden Haaren befanden sich blaue und rote Rosen. Diese waren mit einem Goldstaub bestäubt. Ihre Lippen waren so rot wie Blut, die Augen erstrahlten in einem Blauton den Günter gar nicht beschreiben konnte. Die Fee Rosenrot fragte ihn was ihn so bedrückt. Darauf antwortete Günter: ,,Ich darf nicht mit, um die schönsten Kirschen zu finden." Da sagte die Fee mit tröstender Stimme: ,,Ich kann dir leider nicht helfen, aber ich kenne ein kleines Männchen mit Zauberkräften, das dir vielleicht helfen könnte. Es wohnt am Waldrand der verbotenen Zone bei den 3 Hügeln der Gefahren." Auf einmal verschwand die Fee wieder in einer Rose. Günter machte sich sofort bereit, um zum kleinen Männchen zu gehen. Dieser Weg war allerdings nicht ungefährlich, es lauerten nämlich 3 Gefahren auf dem Weg dahin, und zwar ein 3-köpfiger Frosch mit riesigen Zähnen, ein gefährlicher Eisbär und zuletzt musste Günter durch die Totenhöhle. Aus dieser Höhle war noch niemand lebend herausgekommen. Das wusste Günter aber alles nicht.
Aber als er der ersten Gefahr, dem 3 -köpfigen Frosch mit riesigen Zähnen, gegenüberstand, wurde Günter ganz übel. Nachdem er sich wieder gefasst hatte und sich einen Plan ausgedacht hatte, schnitt er ein Stück Stoff aus seiner goldenen Hose und band damit dem Frosch sein Maul zu. Dann ging Günter weiter und traf auf die zweite Gefahr, den Eisbären. Da wusste er aber schon genau, was er machen würde und zwar will er mit seiner Jacke den Eisbären ablenken und dann ganz schnell an ihm vorbei rennen. Dieses tat Günter auch und es klappte perfekt. Nun kam die schwierigste Gefahr von allen, nämlich, die Totenhöhle, aus der noch niemand lebend heraus gekommen war. Günter war aber war fest davon überzeugt, dass er dies auch schallen würde. Und zwar lebte in dieser Höhle ein gefährlicher Drache. Dieser hatte Günter zum Glück nicht entdeckt. Aber Günter hatte den Drachen entdeckt und rannte schnell und leise zum Ausgang. Als er dort angekommen war sah er das kleine Männchen schon und rannte zu ihm. Als Günter beim kleinen Männchen ankam, war dieses sehr erstaunt und fragte mit leiser Stimme: ,,Wer ist da und was willst du?" Günter antwortete lässig: ,,Ich heiße Günter und möchte dich etwas fragen." - ,,Was denn?", fragte das Männchen zurück. Da erzählte Günter dem Männchen alles, und fragte es, ob es ihm wohl helfen könnte. Darauf antwortete es: ,,Na gut, weil du der erste Mensch bist, den ich hier seit über 500 Jahren sehe, werde ich deinen Wunsch erfüllen". Es gab ihm einen Wunschring mit 3 Wünschen. Da wusste Günter schon genau, was er sich wünschte, und zwar ein Pferd, das schneller war als alle anderen, die schönsten Kirschen und als letztes eine wunderschöne Prinzessin. Alle diese Dinge gingen auch sofort in Erfüllung, und er ritt mit der wunderschönen Prinzessin zum Schloss seines Vaters. Da wunderte sich der Vater sehr, weil er diese Aufgaben, die Suche nach dem schnellsten Pferd und der schönsten Prinzessin im Land, danach stellen wollte. Auf einmal platzten die beiden anderen Söhne durch die Tür des Thronsaales und schrien gleichzeitig: ,,Ich habe die schönsten Kirschen." Da griff die Königin ein und sagte zum König: ,,Du sollst erst alle Kirschen kosten, bevor du deinen Entschluss fällst." Diesen Rat nahm der König auch an. Fr probierte eine Kirsche nach der anderen und sagte zum Schluss: ,,Ich wähle dich, Günter, zu meinem Nachfolger." Da freute sich Günter so sehr, dass er sofort so rot wie eine Tomate wurde. Natürlich heiratete er die wunderschöne Prinzessin so schnell wie möglich, und sie lebten glücklich und zufrieden bis an ihr Lebensende. |