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Die Realschule spiegelt das Leben Interview
mit der Reinders-Leiterin Doris Fock |
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Hörde • Manchmal liegt die Antwort in der Mitte - und genau diesen Weg gehen die Realschulen. Gestern, am Tag der offenen Tür der Marie-Reinders- Realschule an der Hochofenstraße, sprach Redakteur Peter Bandermann, mit der Schulleiterin Doris Fock (Foto) über eine Realität in der Schullandschaft.
Frau Fock, wie sieht 2007 das klassische Realschulkind aus? Fock: Wir haben da ein Kind, das sowohl die Theorie beherrscht und auch den Bezug zur Praxis, zum Leben und zum Beruf kennt. Realschüler lernen für das Leben und können sich fröhlich und zupackend der Wirklichkeit stellen.
Clara, Sonja und Verena aus der 5b blicken am Tag der offenen Tür im Physikraum in den „Zerrspiegel". RN-FOTOS Bandermann |
Was hat diese Schulform exklusiv? Fock: Für alle Dortmunder Realschulen kann ich sagen, dass sie sich nach Pisa sehr früh auf den Weg gemacht haben, um zu erkennen, welche Kritik gerechtfertigt ist. Und wir haben erkannt, wo wir in der veränderten Welt zwischen Familie, Schule und Beruf ansetzen müssen. Wo sind sie denn sehr gut, die Realschulen? Fock: Zum Beispiel im erziehenden Unterricht. Erziehung und Unterricht betrachten wir in den Realschulen gleichwertig nebeneinander. An der Marie-Reinders-Realschule haben wir für die sozialen Kompetenzen eine Charta verabschiedet - und vorher die Schülerinnen und Schüler gefragt, wie sie gerne behandelt werden möchten. Mehr denn je zählt heute die Leistung. Achten die Arbeitgeber nicht mehr darauf als auf das Soziale? Können die Realschulen in punkto Leistung mit dem Gymnasium Schritt halten? Fock: Da sage ich ganz eindeutig: Ja. Arbeitgeber bevorzugen den mittleren Schulabschluss sogar, weil Realschüler zwei wichtige Seiten abdecken: die Seiten des Lernens und des Lebens. Denn in Zukunftsfragen erkennen wir sehr schnell den gesellschaftlichen Bedarf. Doris Fock ist seit 1966 Lehrerin. Sie unterrichtet Französisch und Englisch. Die Reinders-Realschule leitet sie seit 1989. |