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BWO - Neue Brücken in den Beruf

 

Der Artikel der    vom 05.02.2010

 

Die Knigge-Trainerinnen Ranim Abdulkader (oben links), Gina Preis (unten links) und Eva-Maria Kolar (großes Bild rechts) sprachen mit den Zehnklässlern auf Augenhöhe: Einen Tag lang ging es bei Overkamp um gute Manieren.                   RN-Fotos Bandermann

Benehmen fängt im Kopf an

Knigge-Seminar mit Zehntklässlern der Marie-Reinders-Realschule bei Overkamp

 

HÖCHSTEN • Wo sonst lernen Jugendliche gutes Benehmen außer in Schule und Elternhaus? In der Gastronomie. Dort, wo Manieren existenziell wichtig sind - im Haus Overkamp-, lernten Zehntklässler der Marie-Reinders-Realschule (MRR) gestern in einem Knigge-Seminar, worauf es in der heißen Phase zwischen Schule und Beruf ganz genau ankommt.

Gutes Benehmen und sicheres Auftreten im Vorstellungsgespräch sind ebenso wichtig wie Prozentrechnung und Dreisatz im Eignungstest. Wie sie am besten einen guten Eindruck hinterlassen, lernten die Jugendlichen in Rollenspielen. Viel Zeit ließen ihnen die drei jungen Knigge-Trainerinnen dabei nicht - denn bereits der Kontakt im ersten Augenblick kann zwischen Zu- oder Absage entscheiden.

 

Das Image pflegen

Die Referentinnen dozierten nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern fragten ab: 

„Wie wollt Ihr wirken - und was schadet einem guten Image?" Elegant setzten sie in Gesprächen und Diskussionen die Standards, auf die Arbeitgeber achten. Die Diplom- Pädagogin Eva-Maria Kolar (26) war bereits nach zwei Stunden beeindruckt von den Schülerinnen und Schüler: „Die Grundlagen sind hier sehr gut" - den Eltern des MRR-Abschlussjahrgangs dürfte das runter gehen wie Butter.

 

Dennoch sprachen Eva-Maria Kolar, Ranim Abdulkader und Gina Preis mit den Realschülern über Kaugummis, Kappen und Piercings. Im Arbeitsalltag und vor allem im Umgang mit Kunden sei das nicht gut fürs Image. Auch freizügige Sommermoden wie Tops mit Spaghettiträgern oder Miniröcke mit Abschluss deutlich über dem Knie seien in klassischen Unternehmen nicht angesagt. Widerspruch ernteten die Referentinnen dafür nicht.

Mittags ging es dann um Tischsitten, bei denen selbst der Chef der Agentur für Arbeit, Stefan Kulozik, und MRR-Schulleiter Jörg Skubinn noch dazu lernten.

 

Richtig sitzen

 

Schüler klärten auf: „Sie müssen so sitzen, dass zwischen Ihnen und dem Tisch eine Katze auf dem Schoß sitzen und zwischen Stuhllehne und Rucken noch ein Mäuschen spielen kann." • ban

 

Bei uns im Internet:

 

• Fotostrecke: Mehr Bilder vom 
   Knigge-Seminar.

• Audio: Interviews über gute Manieren.

 

www.RuhrNachrichten.de/dosued

 

„Weiche Faktoren“

Schüler stärken

Hörde • Die Jugendlichen der drei 10. Klassen der Marie-Reinders-Realschule in Hörde gehören zu 15000 Schülerinnen und Schülern, deren Weg ins Berufsleben von der Agentur für Arbeit und den Unternehmensverbänden für Dortmund und Umgebung begleitet wird.

Laut Agentur-Chef Stefan Kulozik und Diplom-Kaufmann Michael Bartilla investierten beide Organisationen in den vergangenen zweieinhalb Jahren jeweils 900000 Euro, damit Bewerber ihre Stärken entdecken, gut vorbereitet durch das Auswahlverfahren schreiten und dabei auch persönlich überzeugen. Stefan Kulozik: „Manchmal sind es weiche Faktoren wie die Umgangsform, die zu einem harten Faktor werden können."

www.arbeitsagentur.de

www.uv-do.de

 

 

„Der erste Eindruck ist entscheidend, um einen persönlichen Eindruck abzugeben.“

Christopher Mathias (16, Foto) aus der 10c möchte nach dem Abi Maschinenbau studieren.

 

 

„Die Vorträge vor der großen Gruppe geben Sicherheit. Wir sind lockerer geworden.“

Vivian Kraska (15, Foto) aus der 10c kennt ihr Berufsziel: Sie möchte Chemikerin werden.

 

 

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